Häuslicher Friede (2)

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

”Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet…” Lukas 11, 17 Schl 2000

Man sagt: “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.” Das galt auch für Jakob. Am Lebensende sollte er seine beiden Söhne Simeon und Levi segnen. Aber er erklärte: “Verflucht sei ihr Zorn…” (Gen 49, 7 Schl 2000). Das sollte niemanden überraschen. Jakob hat sie durch sein eigenes Beispiel geprägt: er betrog seinen Vater (s. Gen 27) und seinen Schwiegervater (s. Gen 30) mit Unterstützung seiner Mutter. Verhaltensmuster werden von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Dein Verhalten und deine Taten schaden oder nützen deinen Kindern. In Spr 22, 6 steht: “Bring dein Kind schon in jungen Jahren auf den richtigen Weg, dann hält es sich auch im Alter daran.” (HfA) Du vererbst ihnen mehr als nur dein Aussehen. Sie übernehmen deine Werte und die Art wie du deine Gefühle offenbarst. Beziehe sie nicht in eheliche Konflikte mit ein. Im Pred 7, 9 steht dazu: “Werde nicht schnell zornig, denn nur ein Dummkopf braust leicht auf.” (HfA). Kinder werden leicht zu Opfern unnötiger Wut. Selbst wenn sie nicht gemeint sind, leiden sie unter den Folgen. Ein Beispiel: Dein Chef weist dich auf der Arbeit zurecht ohne dass du dich wehren kannst. Du kommst mit Kopfschmerzen nach Hause, benimmst dich wie ein wütender Bär. Deshalb läuft deine Familie auf rohen Eiern. Lass deinen Ärger nicht Amok laufen, fahre dich erst einmal herunter. König David war zwar an der Front der strahlende Held, dafür kämpfte er zu Hause. Wohl deshalb kann man zum Beispiel in Ps 141, 3 lesen: “Herr, stelle eine Wache vor meinen Mund, behüte das Tor meiner Lippen!” (EÜ)