Juan wuchs in Puerto Rico auf, als Sohn eines Vorarbeiters auf einer Zuckerrohrplantage. Er war eines von acht Kindern und lebte mit seiner Familie in einer Hütte mit drei Räumen, einem Lehmboden und ohne Toilette. Seine erste Arbeit hatte er im Alter von sechs Jahren: Er lenkte Ochsen, um die Felder zu pflügen. Acht Stunden am Tag arbeitete er und bekam dafür einen Dollar. Juan sagte später, dass er auf den Zuckerrohrfeldern wichtige Lektionen fürs Leben gelernt habe: Pünktlich zu sein, hart zu arbeiten, loyal zu bleiben und den Arbeitgebern mit Respekt zu begegnen. Seine Aufgabe und das kleine Einkommen waren eine wichtige Quelle seines Selbstwertgefühls. Mit sieben Jahren fand er eine neue Arbeit auf einem Golfplatz, wo er für Golfspieler Bälle beobachten sollte. Dort begann er davon zu träumen, selbst Golf zu spielen und genug Geld zu verdienen, um sich ein Fahrrad zu kaufen. Je mehr er träumte, desto öfter dachte er: „Warum eigentlich nicht?“ Er bastelte sich seinen ersten Golfschläger; eine leere Blechdose formte er zu einem Ball. Er grub zwei Löcher in die Erde und schlug den Ball zwischen ihnen hin und her. Er trainierte intensiv und wurde richtig gut. In einunddreißig Jahren als Profi gewann Juan „Chi Chi“ Rodríguez viele Turniere und Wettbewerbe. Was können wir von ihm lernen? Zwei Dinge: (1) Sei bereit, klein anzufangen. Die Bibel sagt: „Verachtet nicht den Tag der kleinen Anfänge“ (Sach 4,10 NGÜ). (2) Hab den Mut, groß zu denken, denn du dienst einem großen Gott (s.Eph 3,20).





