Drei junge Männer erhielten von einem weisen alten Mann jeweils drei Maiskörner. Er sagte ihnen, sie sollten hinausgehen und den Mais so einsetzen, dass er ihnen Glück bringe. Der erste junge Mann gab seine drei Körner in eine Suppe und aß sie. Der zweite dachte bei sich: Ich kann es besser machen. Und er pflanzte seine drei Maiskörner in die Erde. Nach einigen Monaten hatte er drei Maispflanzen. Er erntete die Kolben, kochte sie und hatte genug Mais für drei Mahlzeiten. Der dritte Mann sagte sich: Ich kann es noch besser machen. Auch er pflanzte seine drei Körner. Als die Pflanzen Ertrag brachten, nahm er von einem Kolben alle Körner und pflanzte sie erneut. Den zweiten Kolben schenkte er einer lieben jungen Frau, und den dritten aß er. Aus den neu gepflanzten Körnern eines einzigen Maiskolbens wuchsen zweihundert Maispflanzen. Deren Körner pflanzte er immer wieder neu und behielt nur das Nötigste zum Essen zurück. Schließlich bepflanzte er hundert Morgen Land mit Mais. Mit seinem Reichtum gewann er nicht nur die Hand der jungen Frau, sondern kaufte auch das Land ihres Vaters. Und er musste nie wieder hungern. Darin liegt ein wichtiges biblisches Prinzip: Wem gibt Gott Saatgut? Dem Säenden. Wann vermehrt Gott den Samen? Wenn er in guten Boden gesät wird, um Gutes hervorzubringen. Darum sei ein Sämann.