Zorn kannst du dazu nutzen, die Bindung zum Ehepartner zu vertiefen. (1) Weise dem Zorn seinen Platz zu. Ein Mensch, der vom Zorn beherrscht wird, ist nicht sicher, nicht gesund und nicht weise. „Ein Mann, der seinen Geist nicht halten kann, ist wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern“ (Spr 25,28 LU). Wenn ihr lernen könnt, Zorn zu beherrschen, statt euch von ihm beherrschen zu lassen, kann er sehr wertvoll sein. Sieh die Emotion als Signal deines Gehirns: Es gibt etwas, womit du dich auseinandersetzen solltest. Nimm deine Gefühle wahr und erkenne sie an. Fällt es dir schwer, Zorn zu kontrollieren, geh eine Runde spazieren und lass die innere Anspannung abklingen. Dann komm zurück, nimm den Kontakt wieder auf und kläre das Problem. (2) Lauf nicht davon. Bist du in Gefahr, geh an einen sicheren Ort. Wenn nicht, bestätigt die Aufrechterhaltung der Beziehung zum Ehepartner die Gefühle beider Partner. Nur so kann eine Lösung gefunden werden. Ist einer von euch zornig, einigt euch darauf, es anzusprechen und zu klären. Vereinbart dafür einen Zeitpunkt, und wartet nicht zu lange. Vielleicht findet ihr nicht sofort eine Lösung für das Problem, aber trefft die Abmachung, die Situation zu entschärfen, bevor der Tag endet. „Zürnet, und sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen und gebt nicht Raum dem Teufel“ (Eph 4,26–27 LU). Wenn nötig, setzt eine feste Zeit an, um das Thema zu besprechen. Ihr beide habt es verdient, und eure Ehe ist es wert.