30. September 2026

„Bekennt einander eure Verfehlungen.“ (Jakobus 5,16 HFA)

B 365
Psalm 79-81
Freude am Heute
Freude am Heute
Eigene Schwächen zugeben
Loading
/

Es scheint, als würde man überall Menschen begegnen, die Ausreden für ihr Verhalten suchen und sich weigern, Fehler und Schwächen einzugestehen. Doch wir alle machen Fehler. Ein eindrucksvolles Beispiel für das Eingestehen eines Fehlers findet sich im Bericht über David, der zu Unrecht von König Saul verfolgt wurde. David floh und brachte unabsichtlich das Leben einiger Priester in Gefahr, die er um Hilfe gebeten hatte. Ahimelech gab ihm Brot und ein Schwert und befragte Gott für ihn. Doëg, der oberste Hirte Sauls, verriet den Priester. Saul stellte Ahimelech zur Rede, beschuldigte ihn der Verschwörung mit David und befahl Doëg, ihn sowie fünfundachtzig weitere Priester und deren Familien zu töten. „Nur Abjatar, einer der Söhne Ahimelechs, entkam und floh zu David. Als er David berichtete, was geschehen war, sagte David: ‚Ich wusste es! Als ich Doëg dort an jenem Tag sah, wusste ich, dass er Saul alles berichten würde. Nun bin ich Schuld am Tod deiner ganzen Familie‘“ (1.Sam 22,20–22 HFA). Was für ein Eingeständnis! Keine Ausreden, nur das offene Bekenntnis, einen schweren Fehler begangen zu haben. Davids nächste Aussage zeigt seinen festen Willen, den Fehler nicht zu wiederholen und, soweit möglich, Wiedergutmachung zu leisten: „Bleib bei mir … ich werde dich mit meinem Leben schützen; denn derselbe Mann trachtet uns beiden nach dem Leben“ (1.Sam 22,23 HFA). Menschen machen Fehler und haben blinde Flecken. Gott ist da, um jede unserer Schwächen zu tragen. Frieden entsteht, wenn wir einander unsere Schwächen eingestehen.