Viel Widerstand gab es gegen Erfindungen, die wir heute als selbstverständlich ansehen: In Deutschland sagten „Experten“, dass, würden Züge fünfzehn bis zwanzig Meilen pro Stunde fahren, den Reisenden das Blut aus der Nase spritzen würde, und dass sie in Tunneln ersticken würden. Man ging davon aus, dass die Einführung der Eisenbahn die Einrichtung vieler Irrenanstalten nach sich ziehen werde, weil Menschen beim Anblick der Lokomotiven vor Angst den Verstand verlieren könnten. Als man erstmals Schiffe aus Eisen in Erwägung zog, bestanden Experten darauf, dass diese nicht schwimmen und kaum vor Rost geschützt werden könnten und Eisen im Übrigen die Kompassnadel durcheinanderbringen würde. 1797, nach der Erfindung des ersten Pfluges aus Gusseisen, lehnten Bauern ihn ab, weil Gusseisen angeblich den Boden vergiften und das Wachstum von Unkraut fördern würde. Als der YMCA nach Erfindung der Schreibmaschine Kurse für Frauen anbot, brachen Proteste aus mit der Begründung, der weibliche Körper würde unter dieser Belastung zusammenbrechen. Aus einer negativen Denkweise sind auch folgende Aussagen entstanden: (1) „Flugmaschinen, die schwerer sind als Luft, sind unmöglich“ (Lord Kelvin, Präsident der Royal Society, 1895). (2) „Der Mensch wird niemals die Kraft des Atoms nutzen“ (Robert Millikan, Physik‑Nobelpreisträger, 1923). (3) „Alles, was man erfinden kann, ist bereits erfunden“ (Charles H. Duell, Direktor des US‑Patentamts, 1899). Wenn du Großes erreichen und von Gott gebraucht werden willst, werde ein „Ich‑kann“-Mensch.