Paulus schrieb: „Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Das Leben aber, das ich jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.“ Es ist schwer, beleidigt zu sein, wenn man tot ist. Es ist auch schwer, wütend, aufgebracht oder niedergeschlagen zu sein. Warum? Weil man tot ist. Der Tag, an dem du dein Vertrauen auf Christus gesetzt hast, ist der Tag, an dem dein altes Ich gestorben ist. Deine Wünsche, deine Träume und deine Pläne sind damit erledigt. Die Person, die in das Wasser der Taufe hinabsteigt, ist nicht dieselbe, die wieder herauskommt. Du bist eine neue Schöpfung in Christus. Natürlich musst du diese Identität jeden Tag neu leben. Paulus sagte: „Ich sterbe täglich“ (1.Kor 15,31 EÜ). Jesus spricht: „Wer mir nachfolgen will, verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Lk 9,23 EÜ). Das Schlüsselwort in beiden Aussagen ist „täglich“. In diesem täglichen Sterben liegt große Freiheit. Deine Leistung definiert nicht mehr deinen Wert. Dein Ego steht nicht mehr auf dem Spiel. Dein Ruf ist nicht länger in Gefahr. Du lebst für die Anerkennung eines Einzigen: Des Herrn! Deshalb konnte Paulus schreiben: „Ich will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen; durch ihn ist mir die Welt gekreuzigt und ich der Welt“ (Gal 6,14 EÜ). Um das zu unterstreichen, schrieb er weiter: „Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott“ (Kol 3,3 EÜ).