Wenn du ernsthaft eine interaktive Beziehung zum Herrn aufbauen möchtest, in der ihr miteinander sprecht und einander zuhört, dann ist es dringend erforderlich, dass du dir Zeit ohne Störung oder Unterbrechung von außen nimmst, um Ihm dein Herz zu öffnen. Nachdem Samuel endlich gebetet hatte: „Rede, denn dein Knecht hört“, heißt es in der Bibel: „Da sprach der HERR zu Samuel.“ Viel zu oft lautet unser Gebet: „Höre, Gott, denn dein Knecht spricht.“ Auf Gott zu hören kann unterschiedliche Formen annehmen: Sein Wort lesen, Zeit in Einsamkeit und Stille verbringen und von Gott hören wie von einem erfahrenen Freund, dem man vertraut. Ein Beispiel hierfür ist: „Als sie aber hinabgingen an das Ende der Stadt, sprach Samuel zu Saul: Sag dem Knecht, er soll vor uns hergehen – und er ging –, du aber bleib jetzt stehen, damit ich dir das Wort Gottes verkünde“ (1.Sam 9,27 ZB). Eine der effektivsten Möglichkeiten, Gottes Stimme zu hören, ist das Nachsinnen über sein Wort. Du sagst: „Aber ich weiß nicht, wie man ’nachsinnt’.“ Es ist so: Wenn du weißt, wie man sich Sorgen macht, dann weißt du auch, wie man meditiert. Sowohl beim Sorgenmachen als auch beim Meditieren richten sich deine Gedanken und deine Konzentration auf eine bestimmte Sache. Gott sagte zu Josua: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, alles zu tun, was darin geschrieben ist. Denn dann wirst du auf deinem Weg zum Ziel kommen und Erfolg haben“ (Jos 1,8 ZB).