Zur Zeit der großen Rinderfarmen im amerikanischen Westen wurde manchmal ein kleiner Esel an ein Wildpferd gespannt und auf die Weide gelassen. Das Wildpferd schleppte den Esel kilometerweit mit sich und warf ihn herum wie einen Sack Futter. Nach einigen Tagen kehrten sie jedoch zurück. Der kleine Esel kam zuerst in Sicht, mit einem gefügigen Pferd im Schlepptau zurück zur Ranch trottend. Das Pferd folgte ihm gehorsam. Irgendwo draußen in der Wildnis war das Pferd erschöpft gewesen und hatte versucht, sich vom Esel zu befreien. In diesem Moment war der Esel zum Herrn über beide geworden. Das langsame, geduldige Tier war zum Anführer des schnelleren und temperamentvolleren Tieres geworden. Der feste Wille des Esels machte den Unterschied. Sein Ziel war es, nach Hause zurückzukehren! Ganz gleich, wie oft sie kämpften, am Seil zerrten oder erschöpft auf dem Rücken lagen und mit den Hufen ausschlugen: Jedes Mal stand der Esel wieder auf und ging ein paar Schritte in Richtung Ranch. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das müde und erschöpfte Pferd sich ihm anschloss. Eines der großen Themen der Bibel ist ein fester Wille. Samuel sprach: „Weicht nicht vom rechten Weg ab, sonst lauft ihr nutzlosen Götzen nach, die euch nicht helfen können.“ (s.1.Sam 12,21). Jesaja schrieb: „Ich habe mein Gesicht verhärtet wie einen Kieselstein; ich weiß, dass ich nicht enttäuscht werde“ (Jes 50,7 GN). Paulus schrieb: „Seid standhaft und unerschütterlich in eurem Glauben, und setzt euch mit ganzer Kraft für das Werk des Herrn ein“ (1.Kor 15,58 GN).