Paulus schrieb: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat: nämlich, dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete, und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. So sind wir nun Gesandte für Christus, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt: Wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2.Kor 5,17–20 ELB). Besteht unsere erste Reaktion, nachdem wir erfahren haben, dass ein Mitchrist gefallen ist, darin, sofort jemanden anzurufen: „Hast du schon gehört?“ Zeigen wir anklagend mit dem Zeigefinger oder distanzieren wir uns von der betroffenen Person, gerade dann, wenn sie uns am dringendsten gebraucht hätte? Die Bibel sagt: „Vor allem aber habt innige Liebe zueinander! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden“ (1.Petr 4,8 ELB). Wenn Verwundete im Hause Gottes keine Barmherzigkeit finden, wo denn sonst? Wir sollten dafür bekannt sein, dass wir unsere Hände helfend ausstrecken. Jesus sprach zu Petrus: „Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, euch zu sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebetet, damit dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du einst umgekehrt bist, so stärke deine Brüder“ (Lk 22,31–32 ELB). So, wie Gott dir immer wieder Gnade geschenkt hat, wenn du das Ziel verfehlt hattest, ruft er dich dazu auf, auch anderen diese Gnade zu erweisen.