4. April 2026

„Er sprach: Es ist vollbracht!" (Johannes 19,30 ELB)

B 365
4. Mose 10
Freude am Heute
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Deine Schuld ist bezahlt
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In alttestamentlicher Zeit empfing man Vergebung, indem man ein Opfertier zum Altar brachte, wo ein Priester dessen Blut vergoss und es als Sühneopfer darbrachte. Der erste Mensch, der dies tat, war Abel, der Bruder Kains (s.1.Mo 4,4). Als Salomo den Tempel einweihte, opferte er 120.000 Schafe und 22.000 Rinder für das Volk. Im alttestamentlichen Heiligtum durfte das Opferfeuer niemals erlöschen. Die Israeliten trugen dieses Feuer sogar auf ihrer Reise durch die Wüste mit sich. Schätzungen zufolge starben zwischen Gethsemane und Ostern nicht weniger als hunderttausend Lämmer und färbten den Kidronbach buchstäblich rot. Doch kein einziger Tropfen dieses vergossenen Blutes konnte die Sünde wirklich sühnen. Sie wurde aufgeschoben und wartete auf ein Lamm, dessen Opfer alle Opfer beenden würde, einen Priester, dessen vollendetes Werk ein für alle Mal für die Sünden büßen würde. Das geschah, als Jesus ausrief: „Es ist vollbracht.“ Im Hebräischen bedeutet der Ausdruck wörtlich: „Bezahlt in voller Höhe.“ In diesem Moment zerriss der Vorhang im Tempel, der die Menschen von Gottes Gegenwart trennte, von oben bis unten. Seitdem dürfen wir jederzeit dorthin kommen, wo vorher nur einmal im Jahr ein einzelner Hohepriester Zutritt hatte: in die Gegenwart Gottes in dem Wissen, dass wir geliebt, angenommen und durch das Blut Christi gesehen und für gerecht erachtet werden. Darum: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe“ (Hebr 4,16 ELB).