Menschen, die glücklich waren, als sie ihre Kleidung in Secondhand-Läden kauften, bleiben in der Regel auch glücklich, wenn sie sich Designermode leisten können. Diejenigen, die damals nicht zufrieden waren, sind auch mit mehr Geld noch unzufrieden. Sie kleiden sich nur besser. Zufriedenheit mit dem, was man hat, beginnt mit dem Verständnis dessen, was Geld bewirken kann und was nicht. Denn es gibt Dinge, für die man keinen Preis ansetzen kann: Gute Gesundheit, eine liebevolle Familie, langjährige Freundschaften oder das Gefühl der Erfüllung, wenn sich harte Arbeit auszahlt. Diese „Besitztümer“ haben keinen Geldwert. Bist du der Meinung, keinen Grund zum Danken zu haben, dann denke an das Lachen deines Kindes, das Rauschen der Wellen am Ufer, die bedingungslose Freude deines Haustiers, wenn es dich begrüßt oder an die Umarmung eines Freundes, den du lange nicht gesehen hast. Ohne solche „Vermögenswerte“ bist du emotional eine arme Person. Diese Werte sind unbezahlbar und haben nichts mit Profit zu tun. Zählst du alles im Leben zusammen, sind die besten Dinge kostenlos. Wenn du mit deiner finanziellen Situation unzufrieden bist, solltest du natürlich Schritte unternehmen, um sie zu verbessern. Das ist klug und verantwortungsbewusst. Doch zuvor solltest du eine Bestandsaufnahme deiner persönlichen Werte machen. Ja, der Genuss materieller Güter kann aufregend sein. Aber vergiss nicht, auch die Schönheiten des Lebens wertzuschätzen, die nichts kosten. Sie bereichern dich auf eine Weise, wie es Geld und Besitz niemals können.