Der Jakobusbrief hat 108 Verse und zeigt, wie wir unseren Glauben in die Tat umsetzen können. Jakobus war ein Halbbruder Jesu und ein leiblicher Sohn von Maria und Josef. Offenbar kam Jakobus durch die Auferstehung Jesu zum Glauben. Paulus sagte, dass Jesus nach seiner Auferstehung „erschienen ist dem Jakobus, danach allen Aposteln“ (1.Kor 15,7 LU). Ganz persönlich und im Verborgenen begegnete der auferstandene Herr seinem jüngeren Bruder, und dessen Leben war danach nie mehr dasselbe. Nach der Begegnung mit seinem älteren Bruder, der als Gottmensch den Tod besiegt hatte, wurde Jakobus mit der Zeit zum unbestrittenen Leiter der Gemeinde in Jerusalem. Paulus bezeichnete ihn als eine Säule der Gemeinde (s.Gal 2,9). Der Überlieferung nach war Jakobus dem Gebet so hingegeben, dass man ihm den Beinamen „Kamelknie“ gab, denn seine Knie hatten Schwielen von den vielen Stunden im Gebet. Wir heutigen Menschen sind etwa 2000 Jahre von seinem Brief entfernt, und doch sind seine Worte so aktuell wie die Morgennachrichten im Internet. Seine zentrale Botschaft steckt in den Worten: „Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“ Jakobus spricht unsere größte Herausforderung an: nämlich mit unserem Leben das umzusetzen, was wir mit unseren Lippen bekennen. Er erinnert uns daran, dass wir im Einklang mit dem Heiligen Geist nicht unseren Hosensitz abnutzen, sondern unsere Schuhsohlen. Wir werden das, was wir glauben und reden, in die Praxis umsetzen und „Täter des Wortes“ sein.