15. Oktober 2026

„Ich bin dazu verpflichtet, das Evangelium zu verkünden.“ (1. Korinther 9,16 NGÜ)

B 365
Psalm 119,1-64
Freude am Heute
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Ich bin dazu verpflichtet…
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Noch bevor die dreizehn amerikanischen Kolonien zu einem Land wurden, hatten vier Fünftel der Amerikaner George Whitefield predigen gehört. Ohne Verstärker sprach er zu Zehntausenden. Er predigte auf Feldern und Jahrmärkten; das öffentliche Leben kam zum Stillstand, denn die Menschen wollten ihn hören. Während seiner häufigen Reisen nach Amerika verbrachte er insgesamt 782 Tage auf dem Atlantik. In vierunddreißig Jahren hielt er etwa 18.000 Predigten und verkündigte das Evangelium mehr als zehn Millionen Menschen. Oft weinte er während seiner Ansprachen und bat die Menschen eindringlich, zu Jesus zu kommen. Bei seiner letzten Predigt am 29. September 1770 konnte er sich kaum noch auf den Beinen halten. Trotzdem sprach Whitefield zwei Stunden lang bis in die frühen Morgenstunden. Noch am gleichen Morgen erlitt er einen Asthmaanfall, an dem er verstarb. John Wesley würdigte ihn mit den Worten: „Oh, was hat die Kirche unter dem Untergang dieses leuchtenden Sterns gelitten, der so glorreich in unserer Hemisphäre strahlte. Wir haben niemanden mehr, der seine Nachfolge antreten könnte; niemanden mit seinen Gaben; niemanden, der ihm auch nur ähnlich wäre.“ Was trieb Whitefield an? Dasselbe, was Paulus antrieb: „Ich bin dazu verpflichtet, das Evangelium zu verkünden. Wehe mir, wenn ich das nicht tue!“ Jemand fragte einmal: „Kann ein Leben von einem einzigen Motiv bestimmt sein?“ Hat es jemand beinahe geschafft, dann war es George Whitefield. Er glaubte, was er predigte und lebte, was er glaubte. Nichts Geringeres erwartet Gott von uns.