Im Herbst 1894 zog sich Guglielmo in sein Zimmer zurück. Den ganzen Sommer über hatte er während der Ferien Bücher gelesen und Notizhefte mit krakeligen Zeichnungen gefüllt. Nun war die Zeit zum Arbeiten gekommen. Er stand früh auf, arbeitete den ganzen Tag und oft bis tief in die Nacht hinein. Er war nie besonders kräftig gewesen, doch nun war er erschreckend dünn. Sein Gesicht wirkte eingefallen, und seine Augen waren vor Erschöpfung glasig. Schließlich kam der Tag, an dem er verkündete, seine Apparate seien fertig. Er drückte einen Knopf und brachte eine Glocke im ersten Stock zum Läuten. Seine Mutter war begeistert, sein Vater jedoch nicht. Er sah keinen Nutzen darin, ein Signal über eine so kurze Entfernung zu senden. Doch Guglielmo arbeitete weiter. Schritt für Schritt veränderte er seine Sendevorrichtungen, sodass er ein Signal von einem Hügel zum nächsten und schließlich darüber hinaus senden konnte. Schließlich war seine Erfindung vollendet – zum Teil durch Inspiration, vor allem aber durch Ausdauer. Guglielmo Marconi wurde später als Erfinder der drahtlosen Telegraphie gefeiert, dem Vorläufer des Radios. Er erhielt nicht nur den Nobelpreis für Physik, sondern auch einen Sitz im italienischen Senat. Wenn du haben willst, was erfolgreiche Menschen haben, musst du bereit sein, zu tun, was erfolgreiche Menschen tun. Und neunundneunzig Prozent ihres Erfolges beruhen auf Weitblick und harter Arbeit. „Faule wünschen sich viel und erreichen wenig, aber Fleißige werden reich belohnt.“