Heilung kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Manchmal wirkt Gott ein Wunder und heilt einen Menschen augenblicklich. Manchmal geschieht Heilung schrittweise. Betrachtet man die vielen Wunder Jesu, könnte man annehmen, er habe Menschen immer auf die gleiche Weise geheilt. Bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch, dass er oftmals unterschiedlich vorging. Erstens heilte Jesus in Matthäus 9,29 zwei Blinde, indem er einfach ihre Augen berührte. Zweitens heilte er in Markus 10,52 den blinden Bartimäus, indem er zu ihm sprach und ihn nicht berührte. Drittens legte er in Markus 8,22–25 einem Blinden Speichel auf die Augen und legte ihm zweimal die Hände auf, bevor er vollständig geheilt war. Jesus war an keine Methode gebunden, aber immer bereit zu heilen. Unabhängig von der Art der Heilung glaubten die Menschen stets an seine Fähigkeit zu heilen und waren bereit, seine Kraft für sich wirken zu lassen. Genauso ist es auch heute. Wenn du um Heilung gebetet hast und nicht sofort etwas geschehen ist, bedeutet das weder, dass dein Glaube versagt hat, noch, dass Gott zornig auf dich ist oder möchte, dass du leidest. Es bedeutet, dass es jetzt an der Zeit ist, Gott dafür zu danken, dass du ihn beim Wort nimmst und glaubst, dass es dir Tag für Tag besser geht: „Durch seine Wunden seid ihr geheilt“ (1.Petr 2,24 HFA). Glaube daran, dass das, was im geistlichen Bereich bereits vollbracht ist, sich mit der Zeit auch im sichtbaren, körperlichen Bereich zeigen wird. Aus Gottes Sicht ist deine Heilung bereits erworben und vollständig bezahlt.