12. September 2026

„Da wir nun, Brüder, Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum durch das Blut Jesu.“ (Hebräer 10,19 ELB)

B 365
Psalm 35-36
Freude am Heute
Freude am Heute
Kühn beten (2)
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Martin Luther hatte einen Freund namens Friedrich Myconius, der so krank wurde, dass er dem Tod nahe war. Luther schrieb: „Ich befehle dir im Namen Gottes zu leben, denn ich brauche dich noch für das Werk der Reformation der Kirche … Der Herr wird es nicht zulassen, dass ich höre, du seist gestorben, sondern er wird dir gestatten, mich zu überleben. Dafür bete ich, das ist mein Wille, und mein Wille geschehe, weil ich allein die Ehre des Namens Gottes suche.“ Oft sprechen wir leise zu Gott und beugen uns demütig vor ihm, denken aber nicht daran, kühn zu beten. Doch genau dazu fordert uns die Bibel auf: „Da wir nun, Brüder, Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum durch das Blut Jesu… lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens… lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unbeweglich festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat… Werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat. Denn ihr bedürft des Ausharrens, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt“ (s.Hebr 10,19.22.23.35–36). Beten bedeutet nicht, Gott dazu zu überreden, etwas zu geben, das er nur widerwillig herausrücken möchte. Er ist weit mehr bereit zu geben, als wir bereit sind zu empfangen. Ja, er sucht nach Gelegenheiten, uns zu segnen: „Denn die Augen des HERRN durchstreifen die ganze Erde, um sich stark zu erweisen für die, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist“ (2. Chr 16,9 ELB). Darum bete kühn und sei gewiss, dass Gott tun wird, was er verheißen hat.