Nichts ist erfüllender, als seine Bestimmung zu kennen, sogar, wenn Widerstände kaum auszuhalten scheinen und Ablenkungen sie überlagern. Wenn Menschen sagen, sie hätten für nichts eine Leidenschaft, meinen sie oft, dass ihnen der Glaube fehlt, wirklich tun zu können, was sie tief im Herzen möchten. Jesus ließ sich nicht von seiner Bestimmung abbringen. „Einer… sagte zu ihm: Lehrer, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. Er aber antwortete: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter über euch eingesetzt?“ (s.Lk 12,13–14). Im Wesentlichen sagte Jesus damit: „Ich werde mich nicht davon ablenken lassen, eine Schlichtungsverhandlung zwischen euch zu führen. Das gehört nicht zu meinem Auftrag hier auf Erden.“ Selbst am Tag, an dem Jesus sein Leben am Kreuz hingab, gab es noch viele Kranke, die Heilung brauchten und zahllose scheinbar unlösbare Situationen, die seine Aufmerksamkeit verlangten. Er wusste, dass durch die Kraft seines Todes und seiner Auferstehung all das gelöst werden würde. Deshalb konnte er seinem himmlischen Vater trotz ungelöster Probleme voller Zuversicht berichten: „Ich habe dich auf Erden verherrlicht, indem ich das Werk vollendet habe, das du mir aufgetragen hast“ (Joh 17,4 ZB). Jesus ließ sich weder von seinen Jüngern noch von Satan, von gutmeinenden Familienangehörigen, von Menschen in Not oder von irgendjemand anderem von seiner Bestimmung ablenken. Das kannst auch du lernen. Frage: Kannst du deine von Gott gegebene Bestimmung in einem einzigen Satz formulieren, und verfolgst du sie?