In seinem Buch ‘Das Gebet ‘schrieb Dr. O. Hallesby: „Gebet und Hilflosigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Nur wer hilflos ist, kann wirklich beten. Gebet besteht darin, Gott Tag für Tag zu sagen, in welchen Dingen wir uns hilflos fühlen. Wir werden jedes Mal zum Gebet bewegt, wenn der Geist Gottes uns unsere Hilflosigkeit neu vor Augen führt und wir erkennen, wie unfähig wir sind, aus eigener Kraft zu glauben, zu lieben, zu hoffen, zu dienen, zu opfern, zu leiden, die Bibel zu lesen, zu beten und gegen unsere sündigen Begierden zu kämpfen.“ Hilflosigkeit zu empfinden, bedeutet nicht, sich hoffnungslos oder wertlos zu fühlen, sondern unsere völlige Abhängigkeit von Gott anzuerkennen. Jesus spricht: „Ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Joh 15,5 ELB). Gott wird dir keinen Auftrag geben, der nicht seine Hilfe, seine Gunst und seine Gnade benötigt. Jede Handlung Gottes in deinem Leben zielt darauf ab, deine Abhängigkeit von ihm zu vergrößern, nicht zu verkleinern. Wenn du etwas ohne Gott tun kannst, frage dich: „Ist das wirklich von Gott?“ Paulus schrieb: „Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott; nicht, dass wir aus uns selbst tüchtig wären, etwas als aus uns selbst heraus zu denken, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat“ (2.Kor 3,4–6 ELB). David, der alle Vorzüge eines Königs genoss, schrieb: „Ich aber bin elend und arm; der Herr gedenkt an mich. Du bist meine Hilfe und mein Retter“ (Ps 40,18 ELB). Verliere niemals das Bewusstsein für deine Abhängigkeit von Gott.