Die Bibel vergleicht das Leben als Christ mit einem Marathon. Der Verfasser des Hebräerbriefs sagt: „Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, auch die Sünde, die uns so leicht umgarnt. Wir wollen mit Ausdauer in dem Wettlauf laufen, der vor uns liegt. Dabei wollen wir auf Jesus schauen, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist. Wegen der großen Freude, die vor ihm lag, erduldete er den Tod am Kreuz“ (Hebr 12,1–2 GN). Paulus schrieb an die Philipper: „Eines aber ist für mich wichtig: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt. Ich laufe mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen, um den Siegespreis zu bekommen: das Leben in Gottes Herrlichkeit, zu dem er uns durch Jesus Christus berufen hat“ (Phil 3,13–14 GN). Wahrscheinlich stehst du weder am Start noch kurz vor dem Ziel; du bist irgendwo mittendrin. Am Anfang eines Rennens ist man voller Begeisterung und Energie. Das Ziel gibt uns Hoffnung. Doch die Mitte des Rennens ist oft die größte Herausforderung, wenn der Start weit zurückliegt und das Ziel noch nicht in Sicht ist. Der Prophet Habakuk schrieb: „O HERR, erhalte dein Werk am Leben inmitten der Jahre!“ Es ist in der Mitte, im Durchhalten, wo wir einen „langen Atem“ brauchen und uns wieder auf das Ziel konzentrieren müssen, das uns erwartet. Andere sind vor uns gelaufen und haben den Staffelstab durch die Jahrhunderte weitergegeben, ohne ihn fallen zu lassen. Nimm nun du den Stab; laufe, und lauf weiter!