Marcial Losada ist ein Organisationspsychologe, der die Kraft von Positivität untersucht hat. Er argumentiert, dass wir eine „negative Rückkopplungsschleife“ brauchen, um zu überleben, also eine Art Korrektiv. Ohne sie würden wir unsere Fehler ständig wiederholen. Aber um aufzublühen, brauchen wir zusätzlich eine „positive Rückkopplungsschleife“. Seine Studien führten zum sogenannten Losada-Verhältnis: Dem Verhältnis von positivem zu negativem Feedback in einem System, sei es in der Familie, der Gemeinde oder am Arbeitsplatz. Es braucht mindestens 2,9 positive Rückmeldungen für jede negative, damit ein gesundes Klima entsteht. Wie sieht das bei dir aus? Wie ist dein persönliches Verhältnis von positivem zu negativem Feedback? Negatives Feedback wiegt oft schwerer und wirkt länger nach. Deshalb muss es bewusst ausgeglichen werden. Eine Faustregel lautet: Drei Komplimente für jede Kritik. Statt nach Fehlern zu suchen, trainiere, andere zu loben, wenn sie etwas gut machen. Hier sind ein paar praktische Tipps, wie du positiver bleiben kannst: Lerne Bibelverse auswendig und denke darüber nach. Verankere deine Gedanken in Gottes Versprechen. Führe ein Dankbarkeits-Tagebuch. Es wird dir helfen zu erkennen, wie gesegnet du wirklich bist. Schreibe regelmäßig ermutigende Nachrichten. Ein paar Minuten deiner Zeit können jemandem den Tag verschönern. Teile „Erfolgsmomente“ in deiner Familie oder im Team. Das verändert die Atmosphäre und stärkt Beziehungen. Dein Denken prägt dein Leben. Gottes Wort hilft dir, es positiv zu gestalten.