Stolz fördert Selbstvertrauen. Er sagt uns, dass wir fes ganz allein schaffen können. In unserem Bemühen, selbstbewusst zu sein, schlagen wir Gott die Tür vor der Nase zu und verschließen uns der Wirkung des Heiligen Geistes, unseres Helfers. Paulus war gebildet, kultiviert und hingegeben, und doch erklärte er demütig: „Ich bin der Unwürdigste von allen Aposteln; ich verdiene es nicht einmal, Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen. Ich habe mehr gearbeitet als alle anderen, doch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist“ (s.1.Kor 15,9–10). Egal, wie begabt du bist, ohne Gott wirst du nur begrenzt vorankommen. Jesus spricht: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun“ (Joh 15,5 GN). Deshalb beruht unsere Zuversicht auf dem lebendigen Gott und nicht auf uns selbst. Wenn die Pläne derer, die auf Gott vertrauen, scheitern, sind sie weise genug, ihre Wünsche dem souveränen Willen Gottes unterzuordnen. Sie erinnern sich: „Viele Pläne macht der Mensch, aber der Wille des Herrn allein geschieht“ (Spr 19,21 GN). Sie sind davon überzeugt, dass Gott einen höheren Plan für ihr Leben hat, und dass kein Mensch ihn durchkreuzen kann. Deshalb: Übe Gottvertrauen statt Selbstvertrauen.