Um eine persönliche Beziehung mit jemandem zu haben, muss es eine gegenseitige Kommunikation geben. Selbst der wortkargste Ehemann muss ab und zu grunzen, sonst ist es keine Ehe, sondern ein Monolog. Dass der Herr mit dir ist und du mit dem Herrn bist, geschieht in erster Linie in deinem Geist. Zwei Menschen können sich im selben Raum aufhalten, aber wenn einer von ihnen schläft oder in das Fernsehen vertieft ist, sind sie nicht wirklich miteinander. Es muss ein bewusstes, interaktives Einander-Wahrnehmen geben. Wir Menschen haben keinen „direkten Zugang“ zu den Gedanken anderer. Wir können Worte, Berührungen oder Gesten nutzen, um Gedanken zu lenken. Doch Gott ist unendlich, und deshalb kann er unsere Gedanken direkt lenken. Er kann durch die Bibel oder durch Worte anderer Menschen zu uns sprechen. Er kann auch seine Gedanken direkt in unser Denken legen. „Wir haben Christi Geist“ (1.Kor 2,16 NGÜ). Das kann jederzeit und überall geschehen. Unser Denken ist der Ort, an dem wir Gott begegnen. Vieles daran, wie Gott zu uns spricht, bleibt ein Geheimnis. Es gibt keine Formeln. Wir können Gottes Kommunikation mit uns nicht kontrollieren. Wir können ihn nicht durch Frömmigkeit, Aufrichtigkeit oder Leistung zum Reden bringen. Jesus sagte zu Nikodemus: „Der Wind weht, wo er will. Du hörst sein Rauschen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist“ (Joh 3,8 NGÜ). Eines ist sicher: Gott ist bei dir – und er wird zu dir sprechen, wenn du dir Zeit nimmst, auf ihn zu hören.