Sie lebte in Samaria, war fünfmal verheiratet gewesen und lebte nun mit einem Mann zusammen, der nicht ihr Ehemann war. Tuschelten die Leute? Wie anders lässt sich erklären, dass sie mittags zum Brunnen kam? Andere Frauen holten am frühen Morgen ihr Wasser, doch sie zog die Hitze der Sonne der Hitze ihres Spottes vor. Wäre da nicht die Begegnung mit einem Fremden gewesen, wäre ihre Geschichte wohl im Sand von Samaria verloren gegangen. Aber Er trat in ihr Leben und versprach „lebendiges Wasser“, das den Durst ihrer Seele stillen würde. Er ließ sich nicht abschrecken von ihrer Vergangenheit. Er sprach zu ihr: „Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder durstig. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr durstig sein. Dieses Wasser wird in ihm zu einer Quelle, die unaufhörlich fließt bis ins ewige Leben.“ Sie entgegnete: „Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu holen!“ Dann ließ sie ihren Wasserkrug stehen, ging in den Ort zurück und sagte zu den Leuten: „Kommt mit! Ich habe einen Mann getroffen, der mir alles über mich gesagt hat. Könnte das vielleicht der Messias sein?“ Da machten sich die Menschen auf den Weg zu Jesus. Viele Samariter aus dem Ort glaubten an Jesus, weil die Frau bezeugte: »Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.« (Joh 4,13–15.28–39 NGÜ) Kein anderer war bereit, ihr eine Chance zu geben, doch Jesus gab ihr die Chance ihres Lebens. Was Er für die Frau am Brunnen getan hat, will Er auch für dich tun.