„Der Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.“ Galater 2,20 (LU)

B 365
Josua 3-4
Freude am Heute
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Wie oft mag der Apostel Paulus, der früher als Saulus die Christen verfolgte, Rückblenden an die Steinigung des Stephanus gehabt haben oder an die Christen, die er wie Tiere gejagt hatte? Paulus war Augenzeuge. Momentaufnahmen hatten sich in seinem visuellen Kortex eingeprägt. Diese Bilder hätten ihn mit geschlossenen Augen lebenslang verfolgen können. Aus heutiger Sicht war Saulus ein Terrorist. Dann begegnete ihm Christus, und er wurde geblendet. Später erlangte er sein physisches Augenlicht zurück, doch durch die Gnade Gottes lernte er, die Sünden, die ihm vergeben worden waren, für immer zu vergessen. Wenn Gott ein Auge zudrückt bei bekannten Sünden, sollten wir das nicht auch tun? Nicht, dass wir unsere Sünden leugnen oder ignorieren dürfen. Unterschätzt du deine Sündhaftigkeit, entwertest du Gottes Gnade. Paulus nannte sich selbst den „größten Sünder“ (s.1.Tim 1,15). Vielleicht schätzte er deshalb Gottes Gnade so sehr. Viele beurteilen andere Menschen nach ihren Sünden, weil sie selbst sich dadurch besser fühlen. Sie denken: „Ich bin nicht perfekt, aber das habe ich zumindest nicht getan!“ Paulus sagt: „Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten“ (Röm 3,23 LU). Gott teilt Sünden nicht ein in kleine und große. Entweder du lebst in Sünde oder in Christus. Entweder du bist schuldig oder dir ist vergeben. Nicht nur wurden deine Sünden – vergangene, gegenwärtige und zukünftige – gesühnt, sondern im Moment des Glaubens hat Gott dir vergeben und dir die Gerechtigkeit Christi angerechnet.