Paulus schreibt: „Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen“ (Phil 2,12–13 SLT). Das Heil ist ein Geschenk Gottes, du kannst es dir nicht erarbeiten. Doch du kannst daran arbeiten auf die gleiche Weise, wie du deine Muskeln trainierst. Je mehr du trainierst, desto stärker wirst du werden. Trainiere deinen Glauben. Das wird mit einigem Zittern verbunden sein; so reagieren Muskeln nun einmal, die an ihre Grenzen gebracht werden. Doch so werden sie stärker. Bleibst du dran, wird die Obergrenze von heute zum Fundament von morgen. Paulus schreibt: „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden“ (Röm 8,29 SLT). Der Teil „vorherbestimmt“ ist Gottes Anteil, und der Teil „gleichgestaltet“ ist unser Anteil. Hier passt gut die oft zitierte Aussage: „Bete, als ob alles von Gott abhinge, und arbeite, als ob alles von dir abhinge.“ Tust du nur das eine oder das andere, führt das zu einer halben, unausgereiften Spiritualität. Es ist unsere Bestimmung, dem Bild Christi gleichgestaltet zu werden. Gott wird jede Situation, ob gut oder schlecht, nutzen, um dieses Ziel zu erreichen. Deshalb schreibt Paulus: „Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr untadelig und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt, indem ihr festhaltet am Wort des Lebens“ (Phil 2,14–16 SLT).