Die erste Person, die David davon abzuhalten wollte, gegen Goliath zu kämpfen, war sein eigener Bruder. „Eliab entbrannte gegen ihn vor Zorn und sagte: Warum bist du überhaupt hergekommen, und wem hast du die paar Schafe in der Steppe überlassen? Ich kenne doch deinen Übermut und die Bosheit deines Herzens; nur um den Kampf anzusehen, bist du hergekommen. David aber sagte: Was habe ich denn jetzt getan? Darf man denn nicht einmal ein Wort sagen? Und er wandte sich von ihm ab zu einem andern und brachte die Sache wieder zur Sprache“ (1.Sam 17,28–30 MB). Gehe nicht in die Falle, den Worten eines Entmutigers zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, sondern verbringe Zeit mit Menschen, die dich aufbauen. Selbst König Saul sagte zu David: „Du kannst nicht hingehen und mit diesem Philister kämpfen; denn du bist noch ein Knabe, und er ist ein Kriegsmann von Jugend auf“. Doch David ließ sich nicht von Goliaths Erfahrung beeindrucken. Er wusste, dass Gott allmächtig ist. Wie tragisch ist es, wenn wir unseren Glauben auf das beschränken, was wir sehen. Sich selbst für unzureichend zu halten bedeutet, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Haltung schließt Gott aus und übersieht die Tatsache, dass er gesagt hat, seine Kraft werde in unserer Schwachheit vollendet (s.2.Kor 12,9–10). Der Name „Eliab“ bedeutet „Gott ist mein Vater“. Wie ironisch, denn Eliab hatte gar kein Gottvertrauen. Um den Sieg zu erleben, musst du möglicherweise zuerst Zweifel und Unglauben der Menschen überwinden, die dir am nächsten stehen.