Paulus sagt, dass Jesus, als er „hinaufgestiegen ist in die Höhe, die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben hat“ (Eph 4,8 ELB). Er gebraucht dabei das Bild eines siegreichen Königs. Zur Zeit des Paulus war es üblich, dass ein siegreicher Herrscher mit Gefangenen und Schätzen in seinen Palast zurückkehrte und seinen Sieg feierte, indem er seinem Volk Geschenke machte. Genau das tat auch Jesus. Nachdem er am Kreuz Sünde und Tod besiegt hatte, stieg er in den Himmel auf, nahm seinen Platz zur Rechten Gottes ein und gab den Menschen Gaben. Ein wunderbarer Gedanke: Der gekrönte Jesus verteilt Fähigkeiten und Begabungen. Jeder erhält Gaben in unterschiedlichen Ausprägungen und Kombinationen. „Jedem wird aber die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben“ (1.Kor 12,7 ELB). Unser Erbe ist gnadenbasiert, doch unsere Aufträge sind individuell zugeschnitten. Keine zwei Schneeflocken sind gleich, keine zwei Fingerabdrücke sind gleich, warum sollten es unsere Begabungen sein? Kein Wunder, dass Paulus sagt: „Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist“ (Eph 5,17 ELB). Verstehst du, was der Herr von dir will? Wenn nicht, wirst du ein eintöniges, freudloses und fruchtloses Leben führen. Du wirst niemals das Lied singen, das Gott für deine Stimme geschrieben hat, und niemals mit erhobenen Armen die Ziellinie erreichen und sagen: Dafür bin ich geschaffen worden. Darum sagt die Bibel: „Jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er für sich selbst Ruhm haben“ (Gal 6,4 ELB).