Der dienende Zugangsweg. Auf dem dienenden Weg scheint dir Gottes Gegenwart am greifbarsten zu sein, wenn du anderen hilfst. Du identifizierst dich mit den Worten Jesu: „Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40 NLB). Vielleicht fühlst du dich unwohl, wenn du dich in einer Umgebung befindest, in der du keine Aufgabe hast oder keinen Dienst verrichten kannst. Ein Beispiel dafür ist die Jüngerin Tabita, von der die Bibel sagt: „Sie tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen“ (Apg 9,36 NLB). Mutter Teresa ist ein modernes Gegenstück zu Tabita. Sie sagte, der Hauptgrund, warum sie sich so sehr im Dienst engagiere, sei, dass es ihr Freude bereite. Allein fühle sie sich unzulänglich; aber sie spüre Jesu Gegenwart am stärksten im Angesicht derer, denen sie diene. Präsident Jimmy Carter hat als Altpräsident wahrscheinlich mehr Menschen durch seine Leidenschaft für humanitäre Hilfe inspiriert als während seiner Amtszeit. Menschen auf diesem Zugangsweg stellen fest, dass ihnen Gott fern erscheint, wenn sie zwar zur Gemeinde gehen, dort aber keinen Platz zum Dienen haben. Sie müssen „eingebunden“ sein. Zwei Gefahren bestehen, wenn du diesen dienenden Zugangsweg gehst: (1) Du könntest versucht sein, andere zu verurteilen, die scheinbar weniger dienen als du. (2) Du könntest so sehr in deinem Dienst für Gott aufgehen, dass du vergisst, sein geliebtes und erlöstes Kind zu sein. Deshalb lerne, Liebe nicht nur zu geben, sondern auch zu empfangen.