Paulus fragt: „Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi?“ Die Antwort lautet: Niemand! Er nennt eine ganze Liste von schlimmsten Situationen, von Bedrängnis bis Gefahr und allem dazwischen: „Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert.“ Als Paulus „Bedrängnis“ schrieb, bezog er sich auf sein Erlebnis auf dem Mittelmeer während eines heftigen Sturms. „Verfolgung“ brachte ihm ein Ereignis in den Sinn, bei dem er in Lystra gesteinigt worden war. „Prüfungen“ waren, dass er bei Kaiser Nero persönlich vor Gericht stand. Er hatte auch gehungert, war von einer giftigen Schlange gebissen worden und hatte bei einer Geißelung seine Kleidung eingebüßt. Fünfmal erhielt er die Maximalstrafe von neununddreißig Schlägen. Sein Rücken war mit 195 Narben überzogen. Schwierigkeiten wirken sich auf zwei Arten aus: Entweder sie verhärten unser Herz oder machen es weich. Das entscheidet, ob wir zerbrechen oder wachsen. Einer Umfrage zufolge erinnerten sich 60 Prozent der Londoner, die den Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg überlebten, an diese Zeit als die glücklichste ihres Lebens. Es sind die harten Zeiten, die unsere Liebe auf die Probe stellen. Die Liebe Christi wurde nicht durch seine Wunder bewiesen, sondern durch das Kreuz. Und sie hat sich als absolut zuverlässig erwiesen. Egal also, welche Not, Angst oder Verfolgung du gerade erlebst: Auch das wird vorübergehen. Und das Wichtigste: Jesus ist bei dir, und Jesus ist für dich. Nichts, absolut nichts, kann dich von seiner Liebe trennen.