Gott ist am Werk in dir. Woran arbeitet Er? An deinem „Willen“. Was möchte Er, dass du tust? Handle gemäß Seinem guten Vorsatz. Wie tut er das? Durch deinen Geist und dein Denken: „Seid so gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht.“ (Phil 2,5 LU). Gott kann zu dir auf verschiedene Weise sprechen: Hörbar, durch Umstände oder durch andere Menschen. Weil Gott dir Gedanken eingeben und deine Gedanken lenken kann, ist dein Denken der Raum, in dem er am häufigsten mit dir kommuniziert. Der Teufel versucht, böse Gedanken in deinen Sinn zu pflanzen. Gelingt ihm das nicht, versucht er, dich mit Angst oder Sorge zu erfüllen. Funktioniert auch das nicht, beschäftigt er dich mit nutzlosen Dingen wie stundenlangem Fernsehen oder ziellosem Surfen im Internet. Der Psalmbeter bittet: „Wende meine Augen ab, dass sie nicht sehen nach unnützer Lehre“ (Ps 119,37 LU). Wenn du Gottes Stimme erkennen und auf ihn hören willst, mache deinen Sinn zu einem geschützten Raum. Noch etwas anderes ist wichtig: Dein Wunsch, Gottes Stimme zu hören, muss über allen anderen Wünschen stehen. Die Sozialreformerin Dorothy Day, die im 20. Jahrhundert viel für die Armen tat, sprach von ihren „Eingebungen“; von Gedanken, die eindeutig den Stempel Gottes trugen. George Fox und die Quäker nannten sie „Anliegen“. Andere sprechen von „Anstößen“ oder „Führungen“. Die gute Nachricht ist: Wenn du wirklich Gottes Stimme hören willst und bereit bist, dein Leben danach auszurichten, dann wird er zu dir sprechen.