Der Remora-Fisch besitzt eine ovale Saugscheibe am Kopf, mit der er sich an der Unterseite eines Hais festklammern kann. Einmal befestigt, muss sich der Remora keine Sorgen mehr um Nahrung, Fortbewegung oder Sicherheit machen. Er ernährt sich von dem, was aus dem Maul des Hais fällt. Natürlich könnte er auch allein schwimmen, aber wenn er beschließt, sich an dem Hai festzumachen, geht er dorthin, wo der Hai hingeht. Er unternimmt keinen Versuch, in eine andere Richtung zu schwimmen. Sicherheit? Kein Thema! Er ist mit einem mächtigen Wesen verbunden. Der Remora ist geschützt und weiß, dass ihn der Hai an Orte bringen wird, die er allein nie erreichen würde. Klingt das nicht nach der Art von Beziehung, die Gott sich für seine Kinder wünscht? Gott möchte, dass wir uns von den Worten ernähren, die aus seinem Mund kommen. Er möchte, dass wir mit ihm gehen, wohin er uns führt, und nicht eigensinnig weglaufen in der Hoffnung, dass er uns nachkommt. Er möchte, dass wir in der Gewissheit leben, dass er nicht nur unser Leben schützt, sondern auch unsere Beziehungen und alles, was zu uns gehört. Ach, wenn wir doch wie der Remora wären! Dann würden wir unsere Verbindung zu Gott täglich durch Gebet festigen. Gott wartet nur darauf, uns an Orte zu tragen, an die wir uns allein nicht wagen. Der Prophet Jesaja forderte: „Ruft den HERRN Tag und Nacht an und erinnert ihn an seine Zusagen“ (Jes 62,6 GNB). Deshalb lautet das Wort für heute: Das Gebet ist deine Verbindung zu Gott.