„Ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!“ Kolosser 3,13 LU)

B 365
3. Mose 5-6
Freude am Heute
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Wurdest du ungerecht behandelt? Vergib!
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Studierst du das Leben der Menschen, die von Gott auf besondere Weise gebraucht wurden, siehst du, dass sie nicht von Verletzungen, Enttäuschungen oder sogar Verrat verschont geblieben sind. Die Wahrheit ist: Wenn du lange genug lebst, wird dich irgendwann jemand verletzen. Die Frage ist, wie du darauf reagierst. Der Apostel Paulus sagt uns, wie wir reagieren sollen: „Ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr.“ Es wird die Geschichte von zwei Freunden erzählt, die durch die Wüste wanderten und in einen Streit gerieten. Einer schlug dem anderen ins Gesicht. Der Geschlagene war verletzt, sagte aber nichts, sondern schrieb in den Sand: „Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen.“ Sie gingen weiter, bis sie eine Oase fanden. Da sie durstig waren, hielten sie an, um Wasser zu trinken. Der Geschlagene geriet in den Morast, fiel hinein und drohte zu ertrinken. Sein Freund griff ein und rettete ihn. In der Nacht ritzte der Gerettete in einen Stein: „Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet.“ Der andere fragte: „Warum hast du, als ich dich verletzt habe, in den Sand geschrieben und jetzt in einen Stein geritzt?“ Er antwortete: „Wenn uns jemand verletzt, sollten wir es in den Sand schreiben, wo die Winde der Vergebung es wegwehen können. Aber wenn uns jemand etwas Gutes tut, sollten wir es in Stein meißeln, damit es lange erinnert wird.“ Barmherzigkeit vergisst das Unrecht und erinnert sich an das Gute.