Ein frommer Jude spricht mindestens hundert Segenssprüche pro Tag, beginnend mit der hebräischen Formel: Baruch Atah Adonai. Praktizierende Juden sprechen einen Segen, wenn sie etwas zum ersten Mal sehen oder erleben. Sie segnen Aromen und Geschmack. Freuen sie sich über etwas, sprechen sie Gottes Segen darüber aus. Wenn man laut Talmud etwas genießt, ohne einen Segen zu sprechen, ist es, als hätte man es gestohlen. „Und alle diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen.“ Beachte die Worte „über dich kommen“ und „dich erreichen“. Du weißt nie, wie oder wann seine Segnungen dich erreichen werden. Aber im Gegensatz zu seiner Güte und Gnade, die uns folgen ‚alle Tage unseres Lebens‘ (s.Ps 23,6), verfolgen dich die Segnungen Gottes wie eine auf Wärme reagierende Rakete. Sie sind dir dicht auf den Fersen. Eines Tages werden sie dich erreichen. Gott segnet uns nicht, um unseren Lebens-Standard zu heben, sondern um unseren Gebens-Standard zu erhöhen. Der größte Segen ist die Fähigkeit, andere zu segnen. Bist du gesegnet worden? Dann ist es an der Zeit, den Segen weiterzugeben. Wo hat Gott dir Gunst erwiesen? Dort sollst du die Gunst erwidern. Es gibt keine größere Freude, als auf der Geberseite eines Geschenks zu stehen. Jesus spricht: „Geben macht glücklicher als nehmen“ (s.Apg 20,35). Alle Segnungen in der Schrift sind mit deinem Namen versehen. In Christus gehören sie dir. „Denn alle Zusagen, die Gott gemacht hat, finden in ihm ihre Erfüllung“ (2. Kor 1,20 GNB). Zähle deine Segnungen.