Bevor sie zwei Jahre alt war, verlor Helen Keller ihr Seh- und Hörvermögen. Ihre Welt wurde dunkel und still. Anne Sullivan gelang es, Helens Isolation zu durchbrechen, und sie wurde die erste taubblinde Person mit einem Hochschulabschluss. Sie schrieb ein Dutzend Bücher, darunter ein Manifest über ihre Lebensphilosophie mit dem Titel „Optimismus“. „Kein Pessimist hat je die Geheimnisse der Sterne entdeckt”, schrieb sie, “oder ist zu einem unbekannten Land gesegelt.“ Am Schluss des Buches klingt der erste Vers der Bibel an: „Optimismus ist die Harmonie zwischen dem menschlichen Geist und dem Geist Gottes, der seine Werke für gut erklärt.“ Wenn Gottes Geist in dir lebt, ist deine natürliche Haltung Optimismus. Er steht nicht im Widerspruch zur Realität um uns herum, sondern bedeutet, dass wir in einer anderen Realität verankert sind – im Kreuz und in der Auferstehung Jesu Christi –, die tiefer, stärker und dauerhafter ist als alles, was wir mit unseren fünf Sinnen erfassen können. Helen Keller bewies, dass selbst schwierigste Umstände einen optimistischen Menschen nicht ausbremsen müssen. Kann man sie nicht ändern, kann man sie überwinden. Erstaunlicher als das äußere Auge ist das innere Auge des Geistes. Helen sagte: „Das Einzige, was schlimmer ist, als blind zu sein, ist, sehen zu können, aber keine Vision zu haben.“ Paulus drückte es so aus: „Richtet eure Gedanken auf das, was wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstößig ist und allgemeine Zustimmung verdient.“ (Phil 4,8 NGÜ) Sei optimistisch!