Nachdem die Staatskasse durch eine Reihe kostspieliger Kriege erschöpft war, stand König Friedrich Wilhelm III. von Preußen vor dem Problem, dass dem Land zum Wiederaufbau die Mittel fehlten. Er wollte sich seinen Feinden nicht unterwerfen und konnte es nicht ertragen, sein Volk zu enttäuschen. Deshalb bat er die Frauen Preußens, ihren Gold- und Silberschmuck abzugeben, damit dieser eingeschmolzen und für Dinge verwendet werden konnte, die das Land dringend benötigte. Jede Frau, die ihren Schmuck brachte, erhielt als Zeichen des königlichen Dankes eine eiserne Auszeichnung, auf der stand: Ich gab Gold für Eisen, 1813. Die Frauen schätzten diese Gaben des Königs bald mehr als ihren früheren Schmuck. Die Auszeichnungen waren ein Beweis dafür, dass sie für ihren König ein Opfer gebracht hatten. Tatsächlich wurde es im frühen 19. Jahrhundert in Preußen unmodern, Schmuck zu tragen, aber sehr modern, ein Eisenkreuz zu tragen. Daraus entstand der Orden vom Eisernen Kreuz. Das Leben als Christ hat zwei Seiten: Segen und Opfer. Paulus sagte: “Alles andere erscheint mir wertlos im Vergleich zu dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen” (s.Phil 3,8). Jesus machte die Kosten der Nachfolge deutlich: “Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen” (s.Mt 16,24). Der Liederdichter schrieb: “Nimm dein Kreuz und folge mir, ruft mich mein sel’ger Herr. Wie könnt ich ein geringres Opfer bringen, da Jesus alles gab?”