Immer, wenn du mit jemandem im Konflikt stehst und trotzdem auf ihn zugehst, um Versöhnung und Vergebung zu suchen, dann bricht Gottes Reich ein in diese Welt. Immer, wenn du über Geld verfügst und beschließt, einen Teil davon einem Bedürftigen zu geben, dann bricht Gottes Reich ein in diese Welt. Immer, wenn jemand mit einer Sucht kämpft und so sehr mit Gott zusammenarbeiten möchte, dass er bereit ist, sich einer liebevollen Gemeinschaft anzuvertrauen, dann bricht Gottes Reich ein in diese Welt. Immer, wenn ein arbeitssüchtiger Elternteil aufhört, seine Arbeit zu vergötzen, sein Leben neu ordnet und anfängt, die Familie liebevoll zu umsorgen, dann bricht Gottes Reich ein in diese Welt. Immer, wenn du einen Einsamen einbeziehst, einen Entmutigten ermutigst, jemanden zurechtweist, der vom Weg abkommt oder einem Bedürftigen dienst, dann bricht Gottes Reich ein in diese Welt. Jesus lehrt uns zu beten: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“ Er lehrt uns nicht zu beten: „Hol mich hier raus, damit ich dort oben sein kann!“ Sein Gebet ist: „Lass das, was dort oben ist, hierherkommen. Lass die Dinge hier unten, in meinem Leben, so laufen, wie sie dort oben laufen.“ Die Antwort auf dieses Gebet beginnt bei dir persönlich: bei deinem Körper, deinem Geist, deinen Begierden. Dann breitet sie sich aus auf deinen Arbeitsplatz, deine Familie, dein Umfeld, deine Gemeinde und deinen Einflussbereich. Alles beginnt mit dieser Frage: „Wo wünsche ich mir, dass Gottes Gegenwart und Kraft in meiner Welt sichtbar wird?“