‚Der scharlachrote Buchstabe‘ ist die Geschichte einer Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde und als Zeichen der Schande den scharlachroten Buchstaben „A“ tragen musste. Menschen werden wegen eines Fehlers abgestempelt. Das geschieht in manchen Gemeinden ebenso wie in der Gesellschaft. So geht Gott nicht mit uns um! Er nimmt das Sündenkleid von uns und kleidet uns mit dem Gewand des Heils (s.Jes 61,10). Er gibt uns einen neuen Namen, eine neue Identität, eine neue Bestimmung. Im Johannesevangelium finden wir eine Geschichte, die Hawthornes Der scharlachrote Buchstabe ähnelt. Eine Frau wird beim Ehebruch ertappt. Die Masse will sie steinigen. Da greift Jesus ein. Seine Verteidigung ist von genialer Klarheit: »Wer von euch ohne Sünde ist, soll den ersten Stein auf sie werfen!« (Joh 8,7 GN). Einer nach dem anderen lässt den Stein fallen und geht. Jesus spricht zu ihr: »Geh nach Hause und tu das nicht wieder!« (s.Joh 8, 11). Von John Bradford stammt das bekannte Wort: „Wenn nicht Gottes Gnade wäre, wäre ich es, der da geht.“ Lebe nach dem Motto: ‚Liebe Menschen dann, wenn sie es am wenigsten erwarten und am wenigsten verdienen‘. So verändert man Leben! Genau das tat Jesus. Während die Pharisäer Menschen aufgaben, schrieb Jesus sie ins Leben hinein. Während andere ihnen die Tür wiesen, zeigte Jesus ihnen Gnade. Gnade ist der Katalysator, der Schuld in Dankbarkeit verwandelt. Eine Tat der Gnade kann den schlimmsten Moment im Leben eines Menschen in einen entscheidenden Wendepunkt verwandeln. Du kannst ein Träger der Gnade sein.