Immer, wenn er die Waffen Goliats ansah, war dies eine heilige Erinnerung an die Treue Gottes und Seine Kraft, die David zur Verfügung standen. Das Wort „erinnern“ kommt aus gutem Grund fast 250-mal in der Bibel vor. Wir erinnern uns an Dinge, die wir vergessen sollten, und vergessen Dinge, an die wir uns erinnern sollten. Gott fordert uns auf, Altäre zu bauen oder Gedenkstätten einzurichten. Jakob errichtete einen Altar in Bethel, wo Gott ihm einen lebensverändernden Traum schenkte (s.1. Mo 28,18–22). Die Israeliten nahmen zwölf Steine aus dem Jordan und bauten in Gilgal einen Gedenkaltar zur Erinnerung daran, wie Gott das Wasser auf wunderbare Weise geteilt hatte (s. Jos 4,20–24). Samuel errichtete in Mizpa einen Siegesaltar mit dem Namen „Ebenezer“, nachdem Gott sein Gebet erhört und durch Naturgewalten die Philister übernatürlich besiegt hatte (s.1.Sam 7,12). Ohne heilige Erinnerungen vergessen wir leicht die geistlichen Lektionen, die wir auf unserem Weg gelernt haben. Die Bibel gibt sogar das genaue Gewicht von Goliats Rüstung an: 57 Kilogramm. Wenn David sein Zelt abbrach und es an einem anderen Ort wieder aufschlug, nahm er die Rüstung Goliats mit, weil sie ihn täglich an Gottes Treue erinnerte. Sie stärkte auch sein Selbstvertrauen. Was auch immer die Zukunft bringen würde, David wusste, dass er es mit Gottes Hilfe schaffen konnte. Zwei Lektionen lassen sich daraus ziehen: Erstens: Wenn Gott es für David getan hat, wird er es auch für dich tun. Zweitens: Wenn Gott es schon einmal getan hat, kann er es wieder tun.