„Und Saul legte David seine Rüstung an.“ (1. Samuel 17,38 LU)

B 365
2. Mose 33
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Saul legte David seine Rüstung an. David sprach: Ich kann darin nicht gehen; ich bin es nicht gewohnt. Er legte sie von sich, nahm seinen Stab in die Hand, suchte fünf glatte Steine und tat sie in seine Hirtentasche. Er nahm seine Schleuder in die Hand und ging auf den Philister zu (s.1.Sam 17,38–40). David musste eine Entscheidung treffen, die sein Schicksal bestimmen würde. Er hätte in den Kampf ziehen können in Sauls Rüstung, mit Sauls Schwert und mit Sauls Schild. Oder er konnte als ‚David‘ kämpfen; als ein Hirte mit seiner Schleuder. David entschied sich aus gutem Grund dagegen, Sauls Rüstung zu tragen oder dessen Schwert zu führen. David beschloss, er selbst zu sein, nämlich derjenige, den Gott berufen, gesalbt und für seine Aufgabe ausgerüstet hatte. Es kommt der Moment, in dem auch wir den Mut aufbringen müssen, die Rüstung Sauls abzulegen. Das erfordert eine seltene Form von Mut, nämlich den Mut, man selbst zu sein. Wir alle beginnen als Originale, aber zu viele enden als Imitate anderer. Anstatt unsere Einzigartigkeit und die der anderen zu ehren, lassen wir uns zu oft einschüchtern. Wir geben unsere Individualität auf, nur um dazuzugehören. In einem seiner bekanntesten Essays „Selbstvertrauen“ schrieb Ralph Waldo Emerson: Es kommt der Zeitpunkt in der Entwicklung eines jeden Menschen, an dem er erkennt, dass Nachahmung Selbstmord ist. Er muss sich selbst nehmen, wie er ist, in guten wie in schlechten Zeiten. Genau das tat David, und Gott schenkte ihm einen großen Sieg. Und genau das möchte Gott, dass du tust.