Lebe mit einem Ohr zum Himmel: „Gott, kommt diese Gelegenheit von dir?“ „Bist du dabei, Gott?“ „Soll ich diesen Weg gehen, Gott?“ Josua unterließ einmal, das zu tun und bezahlte dafür einen hohen Preis. Fremde waren ins Lager Israels gekommen und hatten behauptet: „Wir kommen aus einem fernen Land, um euch zu dienen“ (s. Jos 9,9). Offenbar wussten sie, dass Gottes Gesetz besondere Bestimmungen für Städte außerhalb Kanaans enthielt (s.5. Mo 20,10–12). Jede Stadt, die bereit war, Frieden mit Israel zu schließen, sollte verschont werden. Aus Angst griffen sie daher zu einer List. Drei Tage vergingen, bevor Josua erkannte, dass sie ihn belogen hatten. Diese Menschen kamen aus Gibeon, nur einen Tagesmarsch entfernt. Josua ging ein Bündnis mit dem Feind ein, weil er den HERRN nicht um Weisung gebeten hatte. Wir tun gut daran, aus seinem Fehler zu lernen. Auch unser Feind kommt verkleidet in unser Lager: „Denn sogar der Satan tarnt sich als Engel des Lichts“ (2. Kor 11,14 GNB). Er ist listig. Darum ist es unerlässlich, Gott mit einzubeziehen. Bei jeder Entscheidung und an jeder Weggabelung höre auf ihn und frage: „Soll ich nach rechts oder nach links gehen?“ David sagte, dass Gottes Wort „eine Leuchte für unseren Fuß“ ist (s.Ps 119,105) und kein Scheinwerfer in die ferne Zukunft. Gott gibt Licht für den nächsten Schritt. Wenn wir beten, spricht er in unser Herz: „Dann wirst du aus seinem Mund ein Wort hören, das dir den Weg weist: ‚Dies ist der Weg, den du gehen sollst!‘“ (s.Jes 30,21). Beziehe Gott in alles mit ein!