Jesaja sagte, dass Gott ihn „schon im Mutterleib zu seinem Knecht gebildet habe“ (s.Jes 49,5). Jeder Mensch wurde von Gott mit einer bestimmten Absicht und für einen bestimmten Dienst geformt. Wieso beklagen wir uns dann, zu klein, zu groß, zu dunkel, zu hell oder sonst irgendwie „zu“ zu sein; in Bezug auf Dinge, die wir nicht ändern können? Das Wort „zu“ impliziert, dass etwas über das Erwünschte hinausgeht oder mehr ist, als es sein sollte. Wie aber kann etwas von Gott Geschaffenes „zu“ sein? Was wir meinen, ist: Das Merkmal entspricht nicht dem gesellschaftlich vorgegebenen Schönheitsideal. Wir lassen zu, dass uns diese Abweichung verunsichert und meinen, den „Makel“ unbedingt verändern zu müssen. Ein Schlag ins Angesicht Gottes! „Wagt etwa der Ton, dem Töpfer zu widersprechen und zu sagen: ‚Was machst du da?‘ oder das Werk zu dem, der es geschaffen hat: ‚Er hat keine Hände‘?“ (s.Jes 45,9–11). Du wirst innere Sicherheit gewinnen, wenn du mit allen Aspekten deines Selbst ins Reine kommst. Durch Gottes Gnade und sein Wirken in dir lernst du, seinen souveränen Entwurf anzunehmen und nicht nur zu erdulden. Wenn dir das gelingt, hörst du auf, dich mit anderen zu vergleichen. Selbstzweifel und Grübeln über dein äußeres Erscheinungsbild verschwinden. Der Weg ist frei, und deine wahre innere Schönheit wird sichtbar. Es ist an der Zeit, Frieden mit deinem Körper zu schließen in dem Wissen, dass du für deine Berufung gestaltet, für deine Aufgaben ausgerüstet und für deinen Lebenszweck perfekt geschaffen wurdest.