In seinem Bestseller „Tipping Point“ beschreibt Malcolm Gladwell den Wendepunkt als „den Moment der kritischen Masse, die Schwelle, den Siedepunkt“. Es ist der Moment, in dem ein Punkt überschritten wird, von dem aus es kein Zurück mehr gibt und eine allgemeine Akzeptanz sich durchsetzt. In der Physik ist ein Wendepunkt der Moment, in dem ein Objekt aus einem stabilen Gleichgewichtszustand in einen neuen Zustand übergeht. In der Wirtschaft ist es der Punkt, an dem eine neue Technologie zum Branchenstandard wird. In der Soziologie ist es der Moment, in dem ein Verhaltensmuster von einer kritischen Masse von Menschen übernommen wird. Aus geistlicher Sicht ist der Wendepunkt erreicht, wenn du glaubst, dass Gott für dich ist. Er liebt dich sehr; er ist für dich gestorben. Er mag dich so sehr, dass er die Ewigkeit mit dir verbringen will. Und doch bleiben manche von uns skeptisch. Wir projizieren unsere eigene Selbstverachtung auf Gott und setzen voraus, dass er ebenso wütend auf uns ist, wie wir es sind. Wir glauben, dass unser Verhalten bestimmt, ob Gott für oder gegen uns ist. Die Tatsache, dass Gott für dich ist, wurde am Kreuz von Golgatha bewiesen. O. Chambers schrieb: „Keine Macht auf Erden oder in der Hölle kann den Geist Gottes in einem menschlichen Geist besiegen. Er ist ein inneres Bewusstsein der Unbesiegbarkeit.“ Religion dreht sich um das, was du für Gott tun kannst; Christsein dreht sich um das, was Christus für dich getan hat. Aber alles beginnt mit dieser entscheidenden Wahrheit: Eines weiß ich: Gott ist für mich.