Freude am Heute

Sei nicht selbstgerecht

Jesus erzählte folgendes Gleichnis: “Zwei Männer gingen hinauf in den Tempel, um zu beten. Der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zolleinnehmer. Selbstsicher stand der Pharisäer dort und betete: ´Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie andere Leute: kein Räuber, kein Betrüger, kein Ehebrecher und auch nicht wie dieser Zolleinnehmer da hinten. Ich faste zwei Tage in der Woche und gebe von allen meinen Einkünften den zehnten Teil für dich.´ Der Zolleinnehmer dagegen blieb verlegen am Eingang stehen und wagte es nicht einmal aufzusehen. Schuldbewusst betete er: ´Gott, sei mir gnädig und vergib mir, ich weiß, dass ich ein Sünder bin!´ Ihr könnt sicher sein, dieser Mann ging von seiner Schuld befreit nach Hause, nicht aber der Pharisäer. Denn wer sich selbst ehrt, wird gedemütigt werden; aber wer sich selbst erniedrigt, wird geehrt werden.” (Lk 18, 10 – 14 HfA). Gott toleriert einen ehrlichen Sünder mehr, als einen selbstgerechten Christen. Der Pharisäer beging aus überzogenem Eigenlob eine noch größere Sünde: den Stolz. Für uns heißt das: wir dürfen nicht andere Menschen nach unseren Maßstäben messen. Wir sind in den Augen Gottes alle schuldig und können vor seinen Augen nur deshalb bestehen, weil Christus für uns am Kreuz gestorben ist. “Denn Gott hat Christus, der ohne jede Sünde war, mit all unserer Schuld beladen und verurteilt, damit wir freigesprochen sind und vor ihm bestehen können.” (2. Kor 5, 21 HfA). Diese Gerechtigkeit ist absolut unverdient. und befreit uns von jeder Tendenz zu Selbstgerechtigkeit.

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